Kraft und Akrobatik an der Stange

Eine Mischung aus Kraft, Körperbeherrschung und Gleichgewicht: So könnte man die Anforderungen an den Pole Dance zusammenfassen. Der Stangentanz wird seit mehreren Jahren immer populärer und erfreut sich heutzutage großer Beliebtheit. Immer mehr Sport- und Fitnessvereine bieten ihren Mitgliedern Kurse an und zeigen, dass es zumindest materialtechnisch nicht viel braucht für das Pole Dancing.

Der Ursprung des Stangentanzes findet sich in der chinesischen Akrobatik und so fand diese Art der Gleichgewichtskunst über den Zirkus den Weg in westliche Sphären. Mitte des 20. Jahrhunderts wurde die Tanzart, für die man nur eine stabile, meist fest im Raum installierte Metallstange braucht, vor allem durch Shows in amerikanischen Stripteas-Bars bekannt. Dabei räkelten sich gut trainierte Frauen auf einer Bühne und entledigten sich im Laufe ihrer Stangenshow immer weiter ihrer sowieso schon spärlichen Kleidung.

Pole Dance ist ein Zusammenspiel aus Kraft und extremer Körperbeherrschung.

Anfang des 21. Jahrhunderts entwickelte sich ein deutlicher Trend für Turner und Tänzer, wodurch der Tanz an der Stange bekannter wurde und die körperliche Leistung dabei immer anerkannter wurde. Auch wenn es heutzutage auch viele Männer gibt, die diesen Stangentanz betreiben, kämpft die Sportart immer noch gegen ihr sexualisertes Image. Dabei erfordert der Pole Dance gewisse Kenntnisse und Fertigkeiten, um die Figuren und Tänze sicher und ästhetisch ausführen zu können. Vor allem der Oberkörper und die Beckenmuskulatur sollten gestärkt werden, da sie zeitweise das gesamte Körpergewicht halten müssen. Für das Training empfiehlt sich eine weiche Unterlage, wodurch der Boden um die Stange abgepolstert wird, damit es beim Herunterfallen zu keinen Verletzungen kommt. Ähnlich wie beim Turnen verwenden Pole Dancer meistens Magnesia für die Handflächen, damit diese durch den Schweiß nicht zu rutschig werden.

Insgesamt gibt es heutzutage schon über 150 Poledance-Studios und PoleSportShops in Deutschland und die Zahl steigt weiterhin. Die sportliche Herausforderung und das Zusammenspiel aus Kraft und Artistik zieht mehr und mehr Sportler in seinen Bann. Der internationale Poledance-Verband bemüht sich aktuell darum, dass der Stangentanz vom internationalen olympischen Kommitée als offizielle Sportart anerkannt und in das Programm der olympischen Spiele aufgenommen wird.

Bild: pixabay.com

Schreibe einen Kommentar

Your email address will not be published.