Sportverletzungen: Muskelfaserriss

Verletzungen wie Muskelfaserrisse gehören beim Fußball leider oft zur Tagesordnung.Muskel- und Sehnenverletzungen gehören zu den häufigsten Verletzungsarten im Fußball. Aber auch in vielen anderen Sportarten wie Tennis, Volleyball, Handball und auch beim Bodybuilding kommen sie vor. In den meisten Fällen ist dabei die Kniebeugemuskulatur (Hamstrings, ischiocrurale Muskulatur) betroffen. Daneben kommen Muskelfaserrisse je nach Belastung auch in den Adduktoren, der Quadrizepsmuskulatur und in der Wadenmuskulatur vor. Bei Kraftsportlern verlagert sich das Verletzungsmuster natürlich auf die jeweils belastete Muskelgruppe.

Ein Muskelfaserriss kann ganz unterschiedlich ausgeprägt sein. Bestehen nur Mikrorisse kommt dieser einem Muskelkater gleich. Von einem klassischen Muskelfaserriss redet man jedoch bei einem Riss eines oder mehrerer kompletten Muskelbündel. Diagnostiziert werden derartige Verletzungen verlässlich mit einer Ultraschalluntersuchung. Meistens geht eine solche Verletzung auch mit einem oberflächlich sichtbaren Hämatom einher.

Die Therapie orientiert sich an dem Ausmaß der Verletzung. Besteht ein stabiler Muskelbündelriss kann bei einem Hobbysportler die Schonung, Kühlung, Akupressur für die Selbstbehandlung und nur abwartende Belastung zur Besserung führen. Bei Profisportlern greifen die Ärzte oftmals jedoch zu Lokalanästhetika und / oder homöopathischen Mitteln und Ergänzungsmitteln wie etwa Orthomol oder einer Mischung aus Honig und Kälberblut. In Studien konnte ebenfalls der therapeutische Effekt von Bindewachstumsfaktoren wie dem IGF-1 (insulin-like growth factor) oder PDGF (platelet-derived growth factor) nachgewiesen werden. Bestehen bei einem Muskelriss sogar knöcherne Ausrisse am Ansatzpunkt, ist zumeist eine OP notwendig, um den Muskel und die entsprechende Sehne zu refixieren.

Nach erfolgter Therapie ist die Ausfallzeit für Profisportler heutzutage nicht mehr allzu lange und bewegt sich in den meisten Fällen zwischen zwei und drei Wochen. Hobbysportler sollten etwas länger warten, bevor sich den Muskel wieder voll belasten, um erneute Risse, die dann auch größer ausfallen können, zu vermeiden.

 

Bilder: Paul Gooddy / FreeDigitalPhotos.net

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